Carschenna 82_Pano-HR-Schloss

Frühzeit und Prähistorie

An den Wurzeln der alpinen Kultur

Am Tor zum Süden

Der prägnante Felskopf des "Johannisberg" oder "Crap Sogn Gion" beherrscht in seiner Mächtigkeit den Nordeingang zur Viamala-Schlucht. Das grosse Plateau war seit jeher als Siedlungsstätte prädestiniert.
Von drei Seiten durch über 250 m hohe, senkrechte Felswände geschützt, hat die Burganlage mit ihrer strategisch günstigen Position beim Zusammenfluss von Albula und Rhein und am Eingang zur Viamala-Schlucht seit Urzeiten grösste Bedeutung für die Bündner Geschichte und weist Siedlungsspuren auf, die bis in die Frühzeit zurück gehen.

 

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Prähistorische Zeit

Siedlungsplatz für Ötzis Nachbarn in der Schweiz?

 

Schon lange bevor die Römer auch die Alpenregion in ihren Besitz nahmen, siedelten Menschen in der Region. (s. Petrushügel und die Bronzezeitliche Siedlung Cresta Cazis).

Auch auf dem strategisch ideal gelegenen Plateau von Hohen Rätien haben archäologische Grabungen (von den Dreissiger Jahren des letzten Jh.s bis 2006) bronze- und eisenzeitliche Siedlungsreste zum Vorschein gebracht. 

 

Aus der La-Tène-Zeit (2. Jh. v. Chr.) stammt eine schöne Spiralaugenperle aus blauem Glas.

 

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Felszeichnungen von Carschenna

Hohen Rätien liegt mitten auf einem Felsband, das sich vom Crapteig bis an den östlichen Rand des Maiensäss von Carschenna erstreckt und auf welchem an verschiedenen Stellen eingravierte Felszeichen zu entdecken sind. Die grösste und wichtigste Gruppe wurde 1965 entdeckt und bildet heute die berühmten Felszeichnungen von Carschenna, deren Entstehung in der späten Bronzezeit (ca. 1800 v. Chr.) vermutet wird.