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Quellenangaben

1.  Quelle zur Nennung des Doppelpatroziniums:

1.1. Archivdeckeltext des Schreibens der Abtissin

368, 1505, Januuar 10, Cazis. A2/1/Nr. 51, Staatsarchiv Chur

Margarethe von Reitnau, Abtissin und der Konvent von Cazis erklären dem Bischof von Chur, dass, da die Pfarrkirche von Hochrealt zu abgelegen, mit Willen und Rat der Gemeinde Thusis die dortige Filiale Sta. Maria mit einem Friedhof versehen, mit Pfrundgut und Geräten von Hochrealt ausgestattet und unter Ausscheidung der neu erbauten Kirche in Portein, als Filiale, eine Pfarrei mit der Gemeinde Thusis, Masein und Rongellen gebildet, die Filialen von Präz, Flerden, Tschappina, und Tartar ebenfalls von der alten Pfarrei Hochrealt abgelöst worden seien. Und ersuchen Bestätigung der neuen Ordnung.


Vergl. Camenisch E. Heinzenberger Kirchengeschichte, Thusis 1950 S. 27ff. (Auszugsweise Text der Urkunden)

Poeschel E. Burgenbuch von Graubünden S19ff bes. S206

KDG III S152 Hinweis au den Umfang der Grosspfarrei Hochrealt.

Liver P. Rechtsgeschichte der Rheinbrücke zwischen Thusis und Sils BM. 1948 S.95 mit Abdruck des Brückenrodels uns S.131ff mit Darstellung der Pfarrkirche auf Hohen Rätien.

Bertogg H. Beiträge zur Mittelalterliche Geschichte der Kirchgemeinden am Vorder- und Hinterrhein.

Liver W. JHGG.LIX (1929) S.112 Vergl. Ebenso Regest Nr.269

 

1.2. Archivdeckeltext des Schreibens von Bischof Heinrich V:

369, 1505,Januar 21, Feldkirch. A2/1 Nr.50, Staatsarchiv Chur

Bischof Heinrich V von Chur erhebt auf Bitten von Margarethe von Reitnau, Abtissin des Klosters Cazis, welchem durch Bischof Peter I von Chur die Pfarrkirche St. Johann und Viktor auf Hochrealt inkorporiert worden ist, die Kapelle Sta. Maria in Thusis zur Pfarrkirche der heute von Thusis, Masein und Rongellen, bestimmt ihre Rechte und Pflichten wobei der Pfarrer insbesondere zur Abhaltung von Messen und Prozessionen in Hochrealt und der Kapelle St Albin sowie zum Unterhalt der dortigen Gebäude und des Friedhofs verpflichtet wird.

Reg.: Urkundenregister Nr. 50 Dat. 1505. Zur Sache vergl. Regest 368 wie die Literaturhinweise daselbst.

 

 

Auszug aus dem Schreiben des Bischofs Heinrich V.


Margaretha de Raitnau Abtissin et canonicarum monastrii in Chatz ordinum Sancti Augustinii nostra Curiense Diocesis oblata petitio nobis, continebat quod in prefata diocesi nostra Curiensi ante plures annos quorum initium non est in memoria hominum fuit et adhoc est quidam eclesia parochialis Hoch Realt nuncupata in honore Sti Johannis Baptista et sancti Victoris cujus (pas?) patronatus sue presentandi ad quamlibet Episcopum Curiense plena Jura spectavit et pertinuit.

 

Margaretha von Raitnau Äbtissin und der Konvent des Klosters vom Orden des Heiligen Augustinus zu Cazis in unserem Churer Diözese unterbreiteten uns eine Bittschrift, betreffend das was heute die Überreste* sind der Pfarrkirche Hohenrätien des Heiligen Johannes der Täufer und des heiligen Victor der Märtyrer geweiht, dessen Anfang viele Jahre vor Menschengedenken in unserem oben genannten Churer Diözese beginnt. Wozu die Bittsteller von einem Bevollmächtigten Bischof von Chur eine Bestätigung des Schutzheiligen erwarten.

 

Post modum verassia memori Episcopus Petrus antesessor noster dictam Parochia.

Gemäss sicherer Erinnerung hat unser Vorgänger Bischof Petrus diese Pfarrei so genannt.

 

Kommentar

Die Frage eines Doppelpatroziniums hängt beim gegenwärtigen Wissensstand ganz von der Glaubwürdigkeit von Bischof Heinrich V. ab, der sich auf eine mündliche Aussage seines Vorgängers Peter (des Böhmen) abstützt.